Sich einmal wie römische Grenzsoldaten fühlen, die am Limes stationiert waren, um Angriffe der Germanen abzuwehren – das konnten die Lateinschülerinnen und Lateinschüler der sechsten und siebten Klassen bei ihrem Ausflug zum Römerkastell Saalburg erleben. Nach einer kurzen Rallye, bei der sie wichtige Bestandteile des Kastells wie das Horreum (Getreidespeicher) und das Praetorium (Haus des Kommandanten) entdeckten, ging es zur Stärkung in die Taberna, in der „römisches“ Essen angeboten wurde. Weil es weit und breit kein Garum, die traditionelle römische Fischsoße, gab, griffen die meisten doch auf das klassische Schnitzel mit zu antiken Zeiten in Europa noch unbekannten Kartoffelspalten zurück. Aber auch der eine oder andere Salat mit einem berühmten Römer im Namen wurde verputzt. Danach begann die eigentliche Ausbildung der jungen Milites. Geübt wurden das Schießen mit syrischen Bögen, deren Verwendung sich die Römer wie so vieles von anderen Völkern abgeschaut hatten, sowie das Marschieren und das Speerwerfen, bei dem das Pilum zum Einsatz kam. Eine Führung, bei der den Schülerinnen und Schülern vom Leben der im Taunus stationierten Legionäre und Hilfstruppen berichtet wurde, bildete den Abschluss des Ausflugs in die römische Provinz Germania superior.
Auf den Spuren der Römer – ein Tag im Kastell Saalburg















