Anfang März haben die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen im Rahmen des Geschichtsunterrichts zum Thema Nationalsozialismus den Film „Der Junge im gestreiften Pyjama“ gesehen. Der Film erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen Bruno, dem Sohn eines deutschen Offiziers, und Schmuel, einem jüdischen Jungen im Konzentrationslager.
Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei hautnah erleben, wie grausam und ungerecht die Zeit des Nationalsozialismus war. Besonders deutlich wurde, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Religion verfolgt, entrechtet und getötet wurden. Der Film macht sichtbar, wie die Ideologie der Nationalsozialisten das Leben von Millionen Menschen zerstörte.
Im Anschluss an den Film haben die Klassen gemeinsam über die Ereignisse, die Charaktere und die moralischen Fragen diskutiert. Viele waren beeindruckt davon, wie leicht Kinder manipuliert werden können und wie wichtig es ist, sich für Mitmenschlichkeit und Gerechtigkeit einzusetzen.
Einige Schülerinnen und Schüler haben ihre Eindrücke in kurzen Zitaten festgehalten:
„Von Ekel über Hass zu Traurigkeit war alles dabei. Nachträglich und vor allem während des Films habe ich ziemlich viel darüber nachgedacht. Man kann sich viel besser vorstellen, wie grausam und schlimm diese Zeit war. Im Unterricht hört man immer Zahlen und Fakten, mit denen man aber nicht immer so viel anfangen kann.“
„Ich fand den Film sehr emotional und auch grausam […]. Man sollte es so machen wie Bruno: Menschen danach bewerten, ob sie nett, liebevoll und hilfsbereit sind und nicht nach Vorurteilen […]. Der Film hat mir nochmal gezeigt, wie schlimm das alles war und dass sowas nie wieder passieren darf.“
„Man bekommt durch den Film nochmal einen anderen Einblick in die Brutalität der NS-Zeit.“
„Ich bin der Meinung, dass Filme, wie „Der Junge im gestreiften Pyjama“ im Unterricht zu schauen wichtig ist, weil man dadurch aufgeklärt wird, was damals passiert ist, damit es nicht nochmal passieren kann.“
