Die Schülerinnen und Schüler unserer beiden sechsten Klassen durften in den letzten Wochen ein ganz besonderes neues Fach kennenlernen: Forschen. Hintergrund für die Einführung dieses Faches ist die Umstellung von G8 auf G9. Während es im G8-Zug das Fach BNT (Biologie, Naturphänomene und Technik) gab, wird in G9 wieder ausschließlich Biologie unterrichtet – der naturphänomen- und technikorientierte Anteil entfällt. Mit dem neuen Fach Forschen schafft das PGS hier bewusst einen Ausgleich.
Ziel des Faches ist es, bei den Kindern frühzeitig Freude am naturwissenschaftlichen Arbeiten zu wecken und sie schrittweise an grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen heranzuführen. Die Schülerinnen und Schüler lernen in altersgerechten Aufgaben und Projekten, wie naturwissenschaftliches Arbeiten funktioniert: Sie üben, gute Forscherfragen zu formulieren, schulen ihre Beobachtungsgabe, entwickeln passende Experimente und lernen Methoden zur Dokumentation und Auswertung ihrer Ergebnisse kennen. Damit erwerben sie grundlegende Kompetenzen, um eigenständig kleine naturwissenschaftliche Forschungsprojekte planen und durchführen zu können.
Zu Beginn des Halbjahres arbeiteten die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler an einer gemeinsamen Rahmengeschichte: Eine Professorin befand sich auf Forschungsreise und bat die Klassen per E-Mail um Unterstützung bei verschiedenen wissenschaftlichen Problemstellungen. So untersuchten die Schülerinnen und Schüler unter anderem, welche Materialien sich für haibissfeste Tauchkäfige eignen, wie man Messinstrumente vor elektrischen Entladungen durch Blitze schützen kann oder welches Material die beste Wärmeisolierung bietet. Die Fragestellungen wurden dabei stets experimentell bearbeitet.
Den krönenden Abschluss des Halbjahres bildeten eigene Forschungsprojekte der Schülerinnen und Schüler.
Die Klasse 6a widmete sich dabei intensiv dem Thema Regenwurm. Untersucht wurden unter anderem Fragen wie: Können Regenwürmer Licht und Wärme wahrnehmen? Wie graben sie sich unter die Erde? Wie viel schwerer wird ein Regenwurm, der sich durch Kompost frisst? Kommen Regenwürmer bei Regen nur wegen der Feuchtigkeit oder auch aufgrund von Vibrationen an die Oberfläche? Na, könnten Sie all diese Fragen beantworten? – Die Klasse 6a kann es jetzt!
Auch die Klasse 6b arbeitete zum Abschluss an eigenen Forschungsarbeiten, angelehnt an das freie und selbstständige Arbeiten, wie man es aus Formaten wie „Jugend forscht“ kennt. Eine Gruppe untersuchte, mit welchen Haushaltschemikalien sich Nagellack besonders gut entfernen lässt, eine weitere Forschungsgruppe entwickelte einen Malroboter.
Mit dem neuen Fach Forschen fördert das PGS bereits in der Unterstufe gezielt Neugier, wissenschaftliches Denken und selbstständiges Arbeiten. Die positiven Erfahrungen aus dem ersten Durchgang bestärken uns darin, diesen Weg weiterzugehen. Mit großer Vorfreude blicken wir daher auf die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler, die in den kommenden beiden Halbjahren ebenfalls auf ihre eigene „Forschungsreise“ gehen werden.






