Was bedeutet eigentlich Verantwortung? Dass sie weit mehr ist als ein Wort aus dem Unterricht, konnten die Schülerinnen und Schüler des PGS am 29. Juni beim diesjährigen Tag der Verantwortung selbst erleben. Sportliches Engagement und spannende Begegnungen gingen dabei Hand in Hand.
Der Tag begann mit einem gemeinsamen Spendenlauf im Stadion. Eine Stunde lang lief jede Klasse Runde um Runde, um möglichst viele Kilometer für den guten Zweck zu sammeln. Mit jeder gelaufenen Strecke wuchs die Unterstützung für die UNO-Flüchtlingshilfe im Sudan sowie die Deutsche Krebshilfe. Dabei stand nicht der Wettbewerb im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Ziel, anderen Menschen zu helfen.
Nach dem sportlichen Auftakt warteten auf jede Klassenstufe Workshops, die Verantwortung aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln erfahrbar machten. Die Fünftklässler tauschten das Klassenzimmer gegen den Rollstuhl und lernten gemeinsam mit den Rolling Chocolates aus Heidelberg den Rollstuhlbasketball kennen. Dabei entstanden viele persönliche Gespräche über den Alltag mit einer Behinderung und darüber, wie Inklusion gelingen kann.
Für die sechsten Klassen drehte sich beim Katastrophenschutztag des Deutschen Roten Kreuzes alles um richtiges Handeln in Notfällen. Neben spannenden Einblicken in die Arbeit der Hilfsorganisation konnten sie Einsatzfahrzeuge und Ausrüstung aus nächster Nähe kennenlernen. Die siebten Klassen nutzten einen offenen Workshop von Profamilia, um sich mit Themen auseinanderzusetzen, die Jugendliche aktuell beschäftigen und für die im Schulalltag oft zu wenig Zeit bleibt.
Kinderrechte standen im Mittelpunkt der achten Klassen. Gemeinsam mit Kinderrechte Afrika e. V. wurde deutlich, dass diese Rechte zwar selbstverständlich erscheinen, weltweit jedoch längst nicht überall Realität sind. Die Neuntklässler blickten gemeinsam mit Professor Engehausen von der Universität Heidelberg in die Vergangenheit und arbeiteten anhand historischer Originalquellen Einzelschicksale aus der Zeit des Nationalsozialismus auf. Die Zehntklässler reisten gedanklich nach Nepal, wo Ellen Dietrich vom Verein „Haus der Hoffnung“ von ihrer Arbeit und dem Leben des Schulpatenkindes Kishor berichtete. Die Kursstufe 1 schließlich setzte sich gemeinsam mit dem Bündnis Sicherer Hafen mit Flucht und Seenotrettung auseinander und diskutierte gesellschaftliche und humanitäre Verantwortung.
Der Tag der Verantwortung zeigte eindrucksvoll, dass Lernen weit über Schulbücher hinausgeht. Die Schülerinnen und Schüler erhielten Einblicke in Lebenswelten, die viele von ihnen bisher kaum kannten, begegneten Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und setzten sich mit Themen auseinander, die unsere Gesellschaft bewegen. Genau diese Begegnungen fördern Empathie, erweitern den eigenen Horizont und machen deutlich, dass Verantwortung nicht erst im Erwachsenenalter beginnt, sondern jeden Tag gelebt werden kann. Mit diesem Projekttag setzt das PGS ein starkes Zeichen dafür, junge Menschen auf ein verantwortungsbewusstes und weltoffenes Leben vorzubereiten.























